
Rohstoffmärkte und Digital Assets
Gold
Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen seine Aufwärtsrally fortgesetzt und mit Notierungen von rund 3.160 US-Dollar je Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht. Das gelbe Edelmetall profitiert derzeit von den globalen konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten. Zum einen haben sich durch den erratischen Kurs von Donald Trump in der Handelspolitik die Risiken für die US-Wirtschaft und für die Weltkonjunktur verstärkt. Zum anderen zeichnen sich in Bezug auf den Ukraine-Krieg und den Krieg im Nahen Osten keine nachhaltigen Befriedungstendenzen ab.
Auf Sicht von drei Monaten halten wir weiterhin an unserer Einschätzung fest, wonach der Goldpreis korrigieren könnte. So dürften die unseres Erachtens überzogenen US-Rezessionssorgen aus dem Markt weichen und der Dollar gleichzeitig aufwerten. Dieser an Stärke gewinnende Dollar geht für den nicht im Dollarraum ansässigen Investor mit einer Verteuerung des Goldpreises einher, was sich negativ auf die Nachfrage auswirken könnte.
Mittelfristig gehen wir davon aus, dass der Goldpreis in Dollar erneut Kurs auf die jüngsten Allzeithochs nimmt. So sollten die strukturellen Treiber wie beispielsweise die robuste Zentralbankennachfrage und das stabile Kaufverhalten der Privatinvestoren dem Goldpreis gute Unterstützung bieten.
02.04.2025 | +3 Monate |
+6 Monate |
+12 Monate | |
Goldpreis in USD |
3.120 | 2.900 |
3.000 | 3.100 |
Goldpreis in Euro |
2.873 | 2.790 | 2.805 | 2.820 |
Kryptomärkte
Bitcoin & Co. stehen derzeit weiter unter Druck. Die Marktteilnehmer befinden sich aktuell in einer abwartenden Haltung und alle Augen waren zuletzt auf den sogenannten Liberation Day (2. April) in den USA und weitere Zollankündigungen von Präsident Trump gerichtet. Im ersten Quartal 2025 kam es aufgrund der globalen makroökonomischen Unsicherheiten durch Trumps Zollpolitik im Gleichklang mit den US-Aktienmärkten zu einer deutlichen Korrektur bei den Kryptowährungen. Die führende Kryptowährung Bitcoin fiel in den ersten drei Monaten des Jahres trotz des Allzeithochs von rund 109.000 US-Dollar bei Trumps Amtsantritt um fast 12% und verzeichnete damit das schlechteste erste Quartal seit dem ersten Quartal 2018.
Noch schlimmer hat es seit Jahresbeginn die Kryptowährungen aus der zweiten Reihe getroffen, die sogenannten Altcoins. Die zweitgrößte Kryptowährung Ether notiert mit aktuell rund 1.870 US-Dollar auf dem niedrigsten Stand seit Herbst 2023 und hat nur noch einen Marktanteil von rund 8%, während es im vergangenen Sommer noch rund 18% waren. Bitcoin hingegen konnte seinen Status als Platzhirsch behaupten und seinen Marktanteil in den letzten Monaten kontinuierlich auf aktuell rund 62% ausbauen.